Das ZET - Zentrum für
erbliche Tumorerkrankungen
in München

Das ZET - Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen

Das ZET – Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen bietet in der Patientenversorgung humangenetische Beratung und Diagnostik für erbliche Tumorerkrankungen an. Das Thema stellt aber ganz wesentlich auch einen wissenschaftlichen Schwerpunkt dar. Zur weiteren Erforschung der genetischen Ursachen erblicher Dickdarmkrebserkrankungen ist das Zentrum mit seiner universitären Anbindung an die LMU-München Teil des Deutschen Konsortiums für gastrointestinale Tumorerkrankungen. Zu einem EU-Projekt zu seltenen Erkrankungen liegt die nationale Koordination des ERN GENTURIS (ERN: European Reference Network; GENTURIS: GENetic TUmor RIsk Syndromes) in unserem Zentrum. Im Rahmen dieses ERN sind EU-Anträge zu assoziierten Forschungsprojekten genehmigt bzw. beantragt. In internationalen Kooperationen sind Mitarbeiter des Zentrums an der Erarbeitung nationaler und internationaler Leitlinien beteiligt, ebenso ist das Zentrum in internationalen Komitees zur Klassifizierung unklarer Sequenzvarianten in verschiedenen Tumorgenen eingebunden.

Das ZET soll den betreuenden Ärzten und letztlich den Patienten bei der Abklärung eines eventuell erhöhten Tumorrisikos helfen. Sinn und Zweck dieser Maßnahme ist die korrekte Einschätzung des Erkrankungsrisikos und die Formulierung einer, diesem Risiko angepassten, Früherkennungsempfehlung für die Patienten und deren Familie. Das Zentrum bietet in Kooperation mit den behandelnden Ärzten die Weiterbetreuung der Patienten speziell für die Fragestellung der erblichen Tumorerkrankung an, um im Verlauf alle Beteiligten über neue Erkenntnisse zum Krankheitsbild zu informieren und Empfehlungen in der Behandlung oder Vorsorge an diese neuen Erkenntnisse anzupassen.  Ebenso sehen wir es als unsere Aufgabe an, über den Patienten ggf. auch weitere Familienmitglieder mit einem eventuell erhöhten Tumorrisiko zu informieren damit sie eine intensivierte Früherkennung in Anspruch nehmen können. Da die einzelnen Familienmitglieder in der Regel von unterschiedlichen Hausärzten betreut werden ist dies ein wichtiger Aspekt in der Betreuung der gesamten Familie am ZET. Darüber hinaus soll den Patienten aber auch die Teilnahme an Forschungsprojekten angeboten werden um bislang unbekannte genetische Ursachen weiter aufzuklären.

Das ZET - Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen soll Ansprechpartner für Ärzte mit allen Fragen zu erblichen Tumorerkrankungen sein. Abgesehen von der Diagnosestellung, werden zunehmend auch therapeutische Aspekte bei der Betreuung dieser Patienten wichtig. Eine persönliche Kontaktaufnahme ist jederzeit möglich, zusätzlich werden auch regelmäßige Fortbildungen zu den verschiedenen Themen der erblichen Tumorerkrankungen angeboten.

Im Jahr 2017 wurden ca. 2600 molekulargenetische Analysen bei Verdacht auf eine erbliche Tumorprädisposition und ca. 2000 genetische Beratungen zu diesem Thema durchgeführt.

  • Beratung für Patienten
  • Beratung für Ärzte
  • Diagnostik
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    In der genetischen Beratung können viele verschiedene Fragestellungen zu erblichen Tumorerkrankungen zum Thema werden, ebenso können diese Fragestellungen die gesamte Familie betreffen. Hierzu gehören Fragen zum eigenen Erkrankungsrisiko, zu den möglichen Früherkennungsuntersuchungen, zur Vererbung an die Nachkommen und vieles mehr. Unsere Fachärztinnen für Humangenetik nehmen sich für diese Gespräche in der Regel eine Stunde Zeit, selbstverständlich können gerne mehrere Familienmitglieder an diesem Gespräch teilnehmen. Hilfreich ist es, wenn sie mögliche Befundunterlagen zu der bei Ihnen oder bei anderen Familienmitgliedern vorliegenden Erkrankung mitbringen, letztere natürlich nur mit entsprechendem Einverständnis des jeweiligen Patienten.

    Ausführliche Information

     

    Für alle Fragen zum Thema der erblichen Tumorerkrankungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Viele Ärzte sind unsicher, ob sie einen Patienten zu einer weiterführenden Abklärung schicken sollen; hierzu dürfen Sie uns gerne fragen. Entsprechende Informationen finden sie aber auch auf dieser Webseite. Ebenso gibt es bei der Therapie, mancher Fälle in Abhängigkeit vom genetischen Defekt, Besonderheiten die es zu beachten gilt. Gerne stehen wir Ihnen auch hier für Fragen zur Verfügung. Nach der Vorstellung eines Patienten am ZET erhalten Sie - als weiterbetreuender Arzt - alle Empfehlungen zur Früherkennung und eventuellen therapeutischen Besonderheiten.

    Ausführliche Information

     

    Unabhängig von einer humangenetischen Beratung können Ärzte unsere Laborleistungen für eingesandte Blutproben in Anspruch nehmen. Das ZET - Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen gehört zum MGZ - Medizinisch Genetischen Zentrum in München, welches über ein akkreditiertes humangenetisches Diagnostiklabor verfügt und an allen qualitätssichernden Maßnahmen teilnimmt. Humangenetische Analysen fallen nicht in das Laborbudget des veranlassenden Arztes, diese können mit einem Überweisungsschein Formular 10, unter Angabe der Verdachtsdiagnose und des Auftrags, bei uns angefordert werden. Die verschiedenen Analysen zu einzelnen Fragestellungen entnehmen sie bitte unserem Anforderungsformular – Erbliche Tumorerkrankungen (CAN).

    Ausführliche Information
    Anforderungsformular - CAN